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Abschied vom CTV e.V. und Aufgabe meiner Zuchttätigkeit nach 33 Jahren

 

Eigentlich wollte ich ein Resümee über die Hintergründe unserer Vereinsgründung schreiben -  auch über die damals vom VDH geforderte Zuchtsperre, die Auflagen und Beschaffung des geforderten Zuchtmaterials usw. - aber das wäre so ein umfangreiches Thema, dass ich das leider zeit-u. platzmäßig nicht realisieren kann.

Außerdem wurde das schon in verschiedenen Veröffentlichungen der vergangenen Jahre den interessierten Mitgliedern beschrieben.

Mein Hobby fing eigentlich ganz harmlos mit einem Langhaardackel an, den ich mir gleich nach meiner Eheschließung 1965 kaufte. Leider wurde die Kleine bald darauf überfahren und ohne Hund wollte und konnte ich nicht mehr sein.

Also kam nach einer Trauerzeit auf Wunsch meines Mannes ein Afghane (Windhund) ins Haus, der uns den unheilbaren Virus "Hundenarren" bescherte. Es folgten dazu dann in Abständen noch ein Greyhound und später ein Barsoi. Wir waren zwar im DWRZV (VDH) Mitglied und konnten die Rennbahn in Offenbach/Bürgel benutzen, aber auf lange Sicht gesehen, reichte uns das nicht aus.

 

Also gründeten wir 1970 in Darmstadt einen Ortsgruppenverein und machten uns an die Arbeit eine eigene Windhund-Rennbahn in Griesheim/Darmstadt zu bauen. Zeitweise ging gar nichts mehr, da wir u.a. ein kleines Waldstück roden und auch die Wurzeln der Bäume ohne Maschinen ausgraben mussten. Da war es egal, ob man Männlein oder Weiblein war. Jede Hand wurde gebraucht ! Wir schafften es in 1 Jahr das erste Training unserer Hunde abzuhalten. Dann konnten uns keine Widrigkeiten mehr aufhalten. Unsere Vereinshunde liefen in ganz Deutschland und den angrenzten Ländern meistens an der Spitze mit. In kürzester Zeit hatte unser Verein den Respekt der anderen Orts- und Landesverbände.

Es war die anstrengendste und aufregendste Zeit, die aber noch mehr Änderungen brachte, wie z.B. unseren Hausbau und meinen Zwingerschutz 1976 bei den Windhunden. 1980 verstärkten noch 2 Bobtail-Hündinnen unsere Hundeschar. Mit den Bobtails hatte ich einige Würfe, die mich voll und ganz in Anspruch nahmen und alles andere ruhen musste.

Zwischenzeitlich kam dann als Kuschelhund meine Australische Silky Terrier Hündin "Mandy" aus den Niederlanden zu uns, die im Nu die ganze Meute und uns im Griff hatte. 1977 gewann sie in Herning/Dänemark den Weltjugend-Sieger und von da an folgten wieder aufregende Jahre auf Ausstellungen im In- und Ausland. Gesellschaft bekam Mandy dann noch durch 2 andere Hündinnen und einem Rüden, wieder aus dem erfolgreichen niederländischen Zwinger. Etwas später kamen dann die ersten Welpen. Mit der zuletzt importierten Hündin aus Australien konnte ich meine Zucht festigen und meine Nachzucht erfolgreich ausstellen.

Altersbedingt reduzierte sich leider in den Jahren meine Hundemeute, bis ich nur noch meine Terrier hatte.

Dann kam das Jahr 1988, das mein Leben total veränderte.

Ich sah zum ersten Mal in meinem Leben einen Coton de Tulear bei einer Züchterin im Saarland. Ich war hin und weg und wollte nach dem Tod meiner letzten Bobtail-Hündin unbedingt einen Coton-Welpen haben. Im Frühjahr 1989 war es dann endlich soweit. Ich hatte meinen Traumhund gefunden !

Leider folgten dann sehr unerfreuliche Zeiten, begleitet mit Aufregungen, viel Streß und Ärger, mit gerichtlichen Auseinandersetzungen, die der CTC-Vorstand gegen mich und andere Züchter einleitete.

Vergessen werde ich das nie. Aber damit hatte ich endgültig abgeschlossen, nachdem ich mit ein paar gleichgesinnten Coton-Züchtern und Liebhabern der Rasse 1993 den Coton de Tulear-Verein gründen konnte.

Es entstanden damals Freundschaften, die vereinzelt auch heute noch bestehen, trotz großer Meinungsverschiedenheiten, die wohl aber auch normal waren, da es immer um die Verbesserung unserer Rasse ging. Später entstanden dagegen auch Freundschaften, die nur einem Zwecke dienten - dem eigenen Vorteil. Und das war sehr schade.

Ich habe in den 18 Jahren die Entwicklung des CTVs über Jahre hinweg mitgestalten und mit Einsatz der anderen Gründungsmitgliedern voran bringen können. Leider haben inzwischen fast alle Gründungsmitglieder die Segel gestrichen. Meines Wissens gibt es momentan nur noch zwei.

Abschließend noch eine Erklärung zu meiner Kündigung.

Ich hätte gerne noch den CTV mit meinem Mitgliedsbeitrag bis an mein Lebensende unterstützt, um weiterhin am Vereinsleben teilhaben zu können. Leider gibt es aber in unserer CTV-Satzung eine vorgegebene Frist die ich übersehen hatte. Hier hätte von einer "Freundin" ein Hinweis genügt, und ich wäre aktiv geworden. Dem war aber nicht so !!

Nun ist es wie es ist !

Ich wünsche allen Coton-Freunde und meinen Welpen-Käufern weiterhin viel Freude mit ihren Hunden und alles Gute.

 


 

© 2009 by  " Myron´s " Coton de Tuléar  * Ursula Knös
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